nacht. furor. unbehagen.

draußen der regen, drinnen so viel zu tun, samstag, die wohnung will geputzt werden, statt dessen hocke ich vor dem rechner und weiß nicht wohin mit mir.

in der nacht wirre träume, ich träumte, ich würde die letzte nacht vor einer gefährlichen reise verbringen, mit dem segelboot auf die azoren, eine fahrt ins ungewisse, zumal ich die leute nicht kannte, die mitfahren würden. und plötzlich sträubte sich alles in mir, aber ich konnte nicht mehr absagen, ohne mein gesicht zu verlieren.

ein kätzchen, auf das ich aufpassen sollte, während ein freund auf urlaub war, ich hatte es ganz vergessen, lief die stufen zu meiner wohnung hoch, fand es, halb tot, aber noch lebend. dazwischen immer wieder leitern, wacklige leitern, schiefe ebenen, hohe gebäude, ich mit meiner sagenhaften höhenangst, mich anklammernd, abrutschend, panisch.

keine schöne nacht.

eine sagenhafte verantwortung rollt auf mich zu dieser tage, und ich habe angst davor. warum gibt es keine generalprobe für diese aufführung? 

24.3.07 16:05, kommentieren

präludium. wolkenkuckucksheim

du bist gelaufen, gestolpert, gefallen und gehinkt bis an den einsamsten ort der welt.

dann hast du in die sonne geschaut, bis das feuer dir die wangen zerfraß, lautlos schreiend bis zum zusammenbruch, und bist erst wieder erwacht, als es lange schon nacht war. halb tot hast du dich in einer dunklen, feuchten höhle zusammengerollt, geschlafen und bilder gesehen, die du nie hättest sehen dürfen. die tage hast du da drin verbracht, schlafend, in den nächten bist du in die milde nacht hinausgekrochen und hast dir die geschundene seele vom licht der sterne massieren lassen, hast deine blinden augen mit mondmilch gewaschen, bis du wieder sehen konntest.

irgendwann warst du so leicht, dass du einen vogel rufen konntest, der dich hierher brachte. in die stadt in den wolken.

nephelokokkygia.

23.3.07 21:10, kommentieren