präludium. wolkenkuckucksheim

du bist gelaufen, gestolpert, gefallen und gehinkt bis an den einsamsten ort der welt.

dann hast du in die sonne geschaut, bis das feuer dir die wangen zerfraß, lautlos schreiend bis zum zusammenbruch, und bist erst wieder erwacht, als es lange schon nacht war. halb tot hast du dich in einer dunklen, feuchten höhle zusammengerollt, geschlafen und bilder gesehen, die du nie hättest sehen dürfen. die tage hast du da drin verbracht, schlafend, in den nächten bist du in die milde nacht hinausgekrochen und hast dir die geschundene seele vom licht der sterne massieren lassen, hast deine blinden augen mit mondmilch gewaschen, bis du wieder sehen konntest.

irgendwann warst du so leicht, dass du einen vogel rufen konntest, der dich hierher brachte. in die stadt in den wolken.

nephelokokkygia.

23.3.07 21:10

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